Tatsachenbericht aus dem Leben einer Autorin

Ja, ich weiß, viel Text. Halte durch, ich musste es auch. đŸ€“

Vortag: Schreiben bis 22:00, damit ich zumindest annĂ€hernd mein Tagesziel erreiche, obwohl ich hundemĂŒde bin

4:10 Uhr: Wecker klingelt – Instagram, Facebook, E-Mails checken, Nachrichten lesen, um langsam wach zu werden (irgendwann ging das schon mal schneller)

4:35 Uhr: Schleife mich in die KĂŒche, um Tee zu kochen (und evtl. Zahnstocher zu holen, damit die Augen nicht zufallen)

4:45 Uhr: Flauschianzug anziehen, Computer einschalten

4:58 Uhr: Foto machen fĂŒr meine Instagram-Story

5:02 Uhr: Einlesen der letzten Szene von gestern inkl. Löschen von dem Mist, den ich zu so spÀter Zeit noch verzapft habe.

5:04 Uhr: *klirr* – ich springe auf auf der Suche nach dem GerĂ€usch, bis sich rausstellt, dass es aus dem Zimmer meiner Kleinen kam. Sie hat im Schlaf ihr Saftglas vom Nachttisch gefegt. Prima. đŸ˜©

5:06 Uhr: Krieche auf dem Boden herum, um Glasscherben einzusammeln und Saft aufzuwischen.

5:15 Uhr: Ermahne die Kleine, im Bett zu bleiben, weil ich Scherben ĂŒbersehen haben könnte (zu dieser Uhrzeit starte ich keinen Staubsauger), und sag ihr noch zur Sicherheit, dass wir gleich mit dem Homeschooling starten, wenn sie nicht mehr schlafen kann. (geniale Drohung meinerseits, ich weiß 😈)

5:30 Uhr: 277 Wörter spĂ€ter höre ich ein seltsam schleifendes GerĂ€usch, gefolgt vom Öffnen der KinderzimmertĂŒr. Die Kleine steht auf zwei Kissen vor mir (schlaues MĂ€dchen, ich bin so stolz auf sie 😍) und meint, sie will jetzt FrĂŒhstĂŒck und dann mit den Schulsachen anfangen. (😓 Zugegeben, mein Plan sah anders aus)

7:15 Uhr: Zwei Punkte ihres Arbeitsplanes sind bereits erledigt, wir wecken die große Schwester.

8:10 Uhr: Beide sitzen ĂŒber ihren Unterlagen, ich pendle zwischen den Zimmern hin und her und merke schon, dass der Hund heute der leidtragende sein wird, weil ich keine Zeit haben werde, mit ihm spazieren zu gehen. Garten und Schneeballschlacht mĂŒssen reichen.

8:40 Uhr: Jage dem Hund hinterher, der Socken vom Herrchen zum Zerkauen gemopst hat

8:55 Uhr: Bekomme erklÀrt, dass Homeschooling sooo anstrengend ist und das sie unbedingt eine Pause brauchen. Gab es erst, verbunden mit Kuschlen mit dem Hund.

9:10 Uhr: Das Quengeln wiederholt sich im Minutentakt, ich bin nur noch genervt und jage Kinder und Hund aus dem Haus in den Schnee. Ich folge in der Absicht, den Parkplatz vom Schnee zu befreien.

9:15 Uhr: Machtkampf mit dem Hund, wer die Schneeschaufel haben darf – fast hĂ€tte Buddy gewonnen. Aber nur fast.

9:45 Uhr: Der Parkplatz ist frei, ich schwitze wie Sau, die Kinder sind happy – bis ich sage, dass wir wieder rein gehen.

10:05: Rangeln mit dem Hund, der Herrchens Unterhose zerkauen will

10:30 Uhr: Von der Pause merkt man nichts mehr, die Kinder jammern. Ich versuche, ruhig zu bleiben und geduldig zu erklĂ€ren, fĂŒr die Aufgaben zu motivieren und nebenbei die Betten der Kinder neu zu beziehen.

10:40 Uhr: Die Kleine weint, weil Buddy ihren Kissenbezug zerkauen will. Ist es zu frĂŒh fĂŒr Alkohol?

11:10 Uhr: Die Kinder sind am Ende ihrer Konzentration, ich am Ende meiner Nerven. Einzige Hiobsbotschaft: Schwiegermama kocht heute und ich muss mich wenigstens nicht darum kĂŒmmern.
11:30 Uhr: Die Kinder sind fast mit allem fertig (wenn auch mit TrÀnen der Verzweiflung), das Essen auch. HUNGER!

12:00 Uhr: Der Bauch schmerzt, ich hab zu schnell und zu viel hinuntergeschlungen. Egal, um 12:30 will ich schreiben. SpÀtestens!

12:50 Uhr: Aber jetzt! Oh, was ist das fĂŒr eine E-Mail? Mist, die muss ich schnell beantworten.

13:30 Uhr: Gleich kann ich mit dem Schreiben anfangen, aber erst noch Kinder ermahnen, dass sie noch fĂŒr die Schule was lesen mĂŒssen.

15:00 Uhr Schicke Kinder und Hund in den Garten

15:20 Uhr: Keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist, aber ich war die ganze Zeit am Computer und habe gearbeitet. Effektiv. Nur nicht geschrieben. ABER JETZT! đŸ’Ș

15:35 Uhr: Erste Unterbrechung, Kinder schicken den Hund wieder ins Haus.

16:15 Uhr: Mann kommt nach Hause 💖

18:00 Uhr: Mann will mit mir was besprechen, aber ich bitte ihn, zu warten, weil ich gleich fertig bin.

18:44 Uhr: FERTIG (nur fĂŒr heute, morgen geht der Spaß von vorne los)

20:05 Uhr: Immer noch am Computer, »Kram« erledigt, nebenbei Abendgegessen

21:00 Uhr: Hoffentlich bin ich da schon im Land der TrÀume, der Wecker klingelt wieder um 4 Uhr morgens